Wie pflegt man Kleidung richtig?

Wie pflegt man Kleidung richtig?

Inhaltsangabe

Richtige Textilpflege entscheidet, wie lange ein Kleidungsstück gut aussieht und sitzt. Wer weiß, wie pflegt man Kleidung richtig, schützt Farben, Form und Material. Das spart Geld und reduziert Abfall.

Der folgende Artikel richtet sich an Verbraucher in Deutschland: Berufstätige, Familien, Modebewusste und Sportler. Er erklärt verständlich, wie Kleidung pflegen gelingt — von Grundprinzipien bis zu Reparaturen.

Leser finden praxisnahe Tipps zu Kleidung richtig waschen und Kleidung richtig trocknen, materialbezogene Hinweise für Baumwolle, Wolle und Seide sowie Empfehlungen für Imprägnierung und Fleckenentferner. Am Ende gibt es Produktbewertungen und nachhaltige Methoden, die den Alltag erleichtern.

Falsches Waschen führt oft zu Verblassen, Einlaufen und Materialermüdung. Mit einfachen Regeln der Textilpflege lässt sich die Lebensdauer deutlich verlängern und die Umweltbelastung verringern.

Wie pflegt man Kleidung richtig?

Gute Pflege beginnt mit einfachen Regeln, die jeder im Alltag umsetzen kann. Diese kurzen Hinweise helfen, Kleidung länger tragbar zu halten und Fehler beim Waschen zu vermeiden.

Grundprinzipien der Textilpflege

Sortieren nach Farbe, Material und Verschmutzungsgrad vermeidet Verfärbungen und schont Fasern. Dunkle und helle Wäsche separat zu behandeln reduziert das Risiko von Farbübergang.

Temperatur, Waschprogramm und Schleuderdrehzahl anpassen schützt empfindliche Stoffe. Reißverschlüsse schließen, Knöpfe zu befestigen und Taschen zu leeren vermeidet Schäden.

  • Wäschenetze nutzen für feine Teile.
  • Waschmittel dosieren nach Beladung, Wasserhärte und Verschmutzung.
  • Überdosierung vermeiden, denn sie schädigt Fasern und Umwelt.

Lesen und Verstehen von Pflegeetiketten

Pflegeetiketten verstehen ist zentral für richtige Behandlung. Die wichtigsten Waschetikett Symbole zeigen Temperatur, Bleichmittel, Trockner- und Bügelhinweise.

Ein „handwash“-Symbol bedeutet vorsichtiges Händewaschen oder das Schonprogramm. „Do not tumble dry“ verbietet den Trockner, „dry clean only“ verweist auf die professionelle Reinigung.

Fehlt das Etikett oder ist es unklar, empfiehlt sich ein schonendes Programm bei niedriger Temperatur. Erst an einer unauffälligen Stelle testen, bevor das ganze Kleidungsstück behandelt wird.

Warum richtige Pflege Geld spart und die Umwelt schont

Kleidung nachhaltig pflegen verlängert die Lebensdauer von Textilien. Längere Tragedauer senkt den Bedarf an Neukäufen und spart Ressourcen wie Wasser, Energie und Rohstoffe.

Schonprogramme und niedrigere Temperaturen verringern CO2-Emissionen. Selteneres Waschen reduziert den Wasserverbrauch und minimiert Abrieb von Fasern.

  • Umweltfreundliche Waschmittel mit ÖKO-Label bevorzugen.
  • Auf unnötige Chemikalien verzichten, um Gewässer zu schützen.
  • Weniger oft waschen und gezielt fleckenbehandeln statt Vollwaschgang.

Was man beim Waschen beachten sollte für verschiedene Materialien

Beim Kleidung nach Material waschen zählen zwei Dinge: Etiketten lesen und Programme richtig wählen. Das schont Fasern und erhält Passform. Kleine Anpassungen bei Temperatur, Waschmittel und Schleudern verlängern die Lebensdauer von Alltagskleidung.

Pflege von Baumwolle und Leinen

Baumwolle verträgt meist höhere Temperaturen, doch häufiges heißes Waschen lässt Farben schnell verblassen. Bei normaler Verschmutzung reicht 30–40 °C mit einem guten Waschmittel. Für spezielle Fälle empfiehlt sich Feinwäsche oder Kochwäsche laut Etikett.

Leinen knittert leicht und profitiert vom Lufttrocknen. Bei Bedarf auf hoher Temperatur mit Dampf bügeln, damit die Struktur glatt wird. Regelmäßige Tipps zur Baumwolle Pflege helfen, Form und Farbe länger zu erhalten.

Pflege von Wolle und Kaschmir

Wolle richtig waschen bedeutet Vorsicht: Handwäsche oder Wollprogramm bei maximal 30 °C und ein enzymfreies Wollwaschmittel sind ratsam. Starke mechanische Belastung und hohes Schleudern beschädigen Fasern.

Nach dem Waschen bleibt das Kleidungsstück liegend in Form trocknen. Kleine Fusseln bei Kaschmir lassen sich mit einer Kleiderbürste oder einem Fusselrasierer entfernen. Gelegentliches Auffrischen mit mildem Conditioner erhält die Weichheit.

Pflege von empfindlichen Stoffen wie Seide

Seide reinigen verlangt sanfte Methoden: Handwäsche oder Schonprogramm bei kaltem Wasser und pH-neutrale Feinwaschmittel verwenden. Nicht auswringen, sondern in ein Tuch legen und sanft ausdrücken.

Seide soll flach oder an einem gepolsterten Bügel im Schatten trocknen. Sonneneinstrahlung kann UV-empfindliche Farben ausbleichen. Für fließende Stoffe liefert ein kurzer Blick auf Kleidungsratgeber nützliche Hinweise, etwa dieser praktische Beitrag über fließende Stoffe und feminine Silhouetten: fließende Stoffe und Pflege.

Pflege von Funktions- und Sportbekleidung

Sportbekleidung waschen erfordert spezielle Vorsicht, weil Membranen und Imprägnierungen empfindlich sind. Weichspüler vermeiden, da er Atmungsaktivität mindert und DWR-Beschichtungen beeinträchtigt.

Alle Reißverschlüsse und Klettverschlüsse schließen, Wäsche auf links drehen und bei niedriger Temperatur waschen. Bei Bedarf Imprägniermittel nach Herstellerangaben verwenden. Für hartnäckige Gerüche sind enzymatische oder Aktivkohle-Waschmittel oft effektiver.

Tipps zum Trocknen und Bügeln für optimale Kleidungspflege

Richtiges Trocknen und gezieltes Bügeln verlängern die Lebensdauer von Kleidung. Kurze Hinweise helfen beim Alltag: welche Methode für welches Material passt, wie man Energie spart und wie man kleine Knitter schnell entfernt.

Richtiges Trocknen: Lufttrocknen oder Trommeltrockner?

Lufttrocknen ist oft sanfter zur Faser. Wolle, Kaschmir und Seide profitieren davon, weil Einlaufen und Faserschäden reduziert werden. Sensible Teile behält man so länger in Form.

Der Vergleich Trockner vs Lufttrocknen zeigt: Trockner ist praktisch für Handtücher und Baumwolle, die flauschig bleiben sollen. Man sollte das Pflegeetikett beachten und Tumble-Dry-Symbole respektieren.

  • Programme wählen: Schon- oder Niedrigtemperatur für Mischgewebe.
  • Flusenfilter regelmäßig reinigen, um Leistung und Sicherheit zu erhalten.
  • Kleine Tricks: halbfeucht aufhängen und Stücke in Form ziehen für schnellere, geruchsfreie Trocknung.

Bügeln: richtige Temperaturen und Techniken

Bügeltemperatur richtet sich nach dem Stoff. Baumwolle und Leinen vertragen hohe Hitze, Polyester braucht niedrige Hitze. Seide und Wolle sind mit mittlerer Temperatur vorsichtig zu behandeln.

Praktische Regeln erleichtern das Bügeln. Kleidungsstücke auf links bügeln, Dampf gezielt einsetzen und ein gut gepolstertes Bügelbrett verwenden. Bei feinen Stoffen empfiehlt sich ein Tuch zwischen Eisen und Material.

  1. Kragen und Manschetten zuerst bearbeiten.
  2. Anschließend große Flächen in gleichmäßigen Zügen glätten.
  3. Bei Strickwaren kein direkter Druck, nur leichte Dampfgaben zur Formauffrischung.

Dampfen als sanfte Alternative zum Bügeln

Eine Dampfbürste Kleidung oder ein stehender Dampfer entfernt Falten ohne direkten Kontakt. Das schont empfindliche Dekorationen und empfindliche Stoffe.

Dampfen wirkt schnell und frischt Textilien auf. Es eignet sich besonders für Anzüge, Mäntel, Vorhänge und Blusen. Bei sehr feiner Seide ist Vorsicht geboten, wenn das Material wasserempfindlich ist.

Wer regelmäßig dampft, spart Zeit beim Bügeln und erhält die Form der Textilien länger.

Reparatur, Aufbewahrung und Pflege zwischen den Waschgängen

Kleine Mängel früh beheben verlängert die Lebenszeit von Kleidung. Wer einfache Techniken beherrscht, spart Zeit und Geld und vermeidet größere Schäden.

Kleine Reparaturen selbst durchführen

  • Grundkenntnisse wie einen Knopf annähen oder eine Naht nachziehen reichen oft aus. Ein Rückstich hält Nähte sicher, der Leiterstich eignet sich für unsichtbare Reparaturen.
  • Einfaches Werkzeug: Nähnadel, passendes Garn, Stecknadeln und ein kleines Flickzeug sind ausreichend. Textilkleber hilft bei Eilmomenten.
  • Zeitnah beheben verhindert, dass ein kleiner Riss größer wird. Für hochwertige Stücke empfiehlt sich eine Änderungsschneiderei.

Richtige Aufbewahrung: Falten, Hängen, Schutz vor Motten

  • Schwere Mäntel gehören auf stabile Bügel. Blusen bleiben auf gepolsterten Bügeln in Form. Wollpullover lagert man flach, um Verziehen zu vermeiden.
  • Saisonale Kleidung sollte sauber verstaut werden. Vor dem Einlagern Flecken behandeln, da diese Motten anziehen können.
  • Zur Aufbewahrung eignen sich atmungsaktive Baumwollhüllen oder luftdichte Behälter je nach Bedarf. Lavendelsäckchen oder Zedernholz helfen, Motten vorzubeugen.
  • Ein trockenes, kühles Klima ohne direkte Sonne beugt Stockflecken vor. Regelmäßiges Lüften hält die Textilien frisch.

Spot-Cleaning und Auffrischung ohne vollständiges Waschen

  • Bei frischen Flecken zuerst Flüssigkeit mit einem sauberen Tuch aufsaugen. Danach Flecken punktuell behandeln mit kaltem Wasser oder passender Seifenlösung.
  • Fettrückstände lassen sich mit entfettendem Mittel wie Gallseife vorbehandeln. Danach vorsichtig mit klarem Wasser abtupfen.
  • Zwischen den Wäschen verlängern Dampfen, Lüften und Textilerfrischer die Tragbarkeit. Kragen und Manschetten lassen sich oft per Handwäsche auffrischen.
  • Für empfindliche Materialien oder hartnäckige Flecken ist eine professionelle Reinigung sinnvoll. Schonend-Reinigungsprodukte wie Fleckentupfer und spezielle Sprays sind gute Ergänzungen.

Produktbewertung: Beste Pflegeprodukte und Hilfsmittel für die Kleidungspflege

Gute Pflegeprodukte erleichtern die Wäsche und verlängern die Lebensdauer von Kleidung. Dieser Abschnitt stellt Waschmitteltypen, Weichmacher-Alternativen und Spezialprodukte vor. Leser finden praktische Hinweise, welche Produkte sich für welche Textilien eignen.

Waschmittelarten und ihre Vor- und Nachteile

Flüssigwaschmittel lösen sich schnell und eignen sich für kalte Programme. Sie sind praktisch zur Vorbehandlung, verlangen aber präzise Dosierung und bringen oft mehr Verpackung mit.

Pulverwaschmittel wirkt stark bei höheren Temperaturen und bei hartnäckigem Schmutz. Bei niedrigen Temperaturen können Rückstände bleiben, dafür ist Pulver meist kostengünstiger.

Spezialwaschmittel für Wolle oder Seide sind enzymfrei und schonend. Sportwaschmittel neutralisiert Gerüche. Color-Formeln schützen Farben. Nutzer vergleichen Produkte im Waschmittel Test, um Reinigungsleistung, Hautverträglichkeit und Umweltlabels zu bewerten.

Weichspüler, Essig und alternative Weichmacher

Konventioneller Weichspüler verbessert Griff und Duft. Er kann aber Mikrofasern und Funktionskleidung beeinträchtigen. Sparsamer Einsatz wird empfohlen.

Weißer Haushaltsessig ist eine einfache Weichspüler Alternative. Ein Viertel Tasse im Weichspülerfach neutralisiert Gerüche und löst Rückstände. Vorsicht ist bei empfindlichen Gummiteilen und Delikaten geboten.

Weitere Weichspüler Alternativen sind Natron zur Geruchskontrolle und spezielle, nicht-beschichtende Produkte für Sportkleidung. Diese Optionen schützen Funktionstextilien besser.

Spezialprodukte: Fleckenentferner, Imprägnierung und Entfärber

Fleckenentferner gibt es als enzymatische Pasten und Sprays. Marken wie Dr. Beckmann, Vanish und Frosch decken verschiedene Fleckarten ab. Ein gezielter Fleckenentferner Test hilft bei der Auswahl für Blut, Fett oder Rotwein.

Imprägniermittel wie Nikwax oder Grangers bieten wasserbasierte und fluorfreie Formeln für Outdoor-Bekleidung. Die richtige Anwendung erfolgt auf gereinigter Kleidung; Einwirkzeit und Trocknung beachten. Empfehlungen finden sich in jeder Imprägniermittel Empfehlung für Funktionsstoffe.

Entfärber sollten punktuell und vorsichtig eingesetzt werden. Bei hochwertigen Stücken empfiehlt sich die professionelle Textilreinigung, um Materialschäden zu vermeiden.

Hilfsmittel für Alltag und Spezialpflege

Wäschenetze schützen empfindliche Teile in der Maschine. Fusselrasierer von Philips entfernen Pilling. Dampfbügeleisen von Tefal oder Philips glätten zuverlässig ohne hohen Druck.

Effiziente Bürsten und passende Aufbewahrungslösungen schonen Stoffe und erleichtern die Pflege. Bei der Anschaffung zählt Handhabung, Materialschonung und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nachhaltige und schonende Methoden zur Verlängerung der Lebensdauer von Kleidungsstücken

Weniger oft waschen und gezielte Fleckenbehandlung sind Kernprinzipien nachhaltiger Kleidungspflege. Outdoor- und Business-Kleidung lässt sich häufig lüften oder mit Dampf auffrischen, statt sofort in die Maschine zu wandern. Das reduziert Verschleiß und hilft, die Kleidung Lebensdauer verlängern.

Routinemäßige kleine Reparaturen wie Knöpfe ersetzen oder Nähte erneuern tragen viel zur Textilreparatur bei. Reparatur-Cafés und regionale Änderungsschneider bieten praktische Hilfe und stärken die Kreislaufwirtschaft Mode vor Ort. Upcycling und Weiterverkauf verlängern den Nutzungszyklus und vermeiden vorzeitige Entsorgung.

Der Einsatz umweltfreundlicher Reinigungsprodukte und moderner Waschmaschinenprogramme senkt den ökologischen Fußabdruck. Marken wie Patagonia bieten Reparaturservices, und Anbieter wie Armedangels oder Hessnatur stehen für langlebige Materialien. Fluorfreie Imprägnierungen und ökologische Waschmittel sind schonende Alternativen.

Vor dem Kauf sollte man Materialqualität prüfen und Pflegehinweise beachten, um langlebige Klassiker statt kurzlebiger Fast Fashion zu wählen. Die Kombination aus nachhaltiger Kleidungspflege, gezieltem Produktgebrauch und bewusstem Konsum spart Geld, reduziert Ressourcenverbrauch und macht Mode langlebiger.

FAQ

Wie verlängert richtige Pflege die Lebensdauer von Kleidung?

Durch korrektes Sortieren, passende Waschtemperaturen und schonende Programme bleiben Fasern, Passform und Farbe länger erhalten. Weniger häufiges Waschen, gezielte Fleckenbehandlung und rechtzeitige Reparaturen verhindern Materialermüdung und reduzieren den Bedarf an Neukäufen. Das spart Geld und schont Umweltressourcen wie Wasser, Energie und Rohstoffe.

Wie liest man Pflegeetiketten richtig und was bedeuten die wichtigsten Symbole?

Pflegeetiketten zeigen Waschtemperatur, Bleiche, Trockner-, Bügel- und Reinigungshinweise. Ein Waschsymbol mit Zahl nennt die maximale Temperatur, ein Kreis mit P steht für professionelle Reinigung, das Quadrat mit Kreis bedeutet Trommeltrockner und das gebogene Strichsymbol signalisiert Handwäsche. Bei fehlendem oder unklarem Etikett empfiehlt sich ein schonendes Programm bei niedriger Temperatur und ein Test an einer unauffälligen Stelle.

Welche Grundregeln gelten beim Sortieren der Wäsche?

Nach Farbe (dunkel/hell), Verschmutzungsgrad und Material sortieren. Reißverschlüsse schließen, Knöpfe befestigen und Taschen leeren. Empfindliche Stücke in Wäschenetze geben. Waschmittelmenge nach Beladung, Wasserhärte und Verschmutzung dosieren; Überdosierung schadet Fasern und Umwelt.

Wie pflegt man Baumwolle und Leinen am besten?

Baumwolle verträgt mittlere bis höhere Temperaturen laut Etikett, häufiger heißes Waschen lässt Farben aber schneller verblassen und fördert Einlaufen. Fein- oder Kochwäsche nur bei starker Verschmutzung. Leinen knittert stark; lufttrocknen und bei Bedarf heiß bügeln mit Dampf.

Was ist bei Wolle und Kaschmir zu beachten?

Wolle und Kaschmir benötigen schonende Behandlung: Handwäsche oder Wollprogramm bei max. 30 °C mit enzymfreiem Wollwaschmittel. Niedrige Schleuderdrehzahl, kein starkes Wringen; nass liegend in Form trocknen. Fusseln mit einer Kleiderbürste oder Fusselrasierer entfernen und gelegentlich milden Conditioner anwenden.

Wie behandelt man empfindliche Stoffe wie Seide?

Seide wird oft per Handwäsche oder im Seidenprogramm bei kalten Temperaturen gereinigt. pH-neutrale Feinwaschmittel verwenden, nicht auswringen, in ein Tuch legen und flach trocknen oder an einem gepolsterten Bügel aufhängen. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da Seide UV-empfindlich ist.

Welche Pflege braucht Funktions- und Sportbekleidung (z. B. Gore‑Tex)?

Funktionsstoffe mögen schonende Waschmittel ohne Weichspüler, da Weichspüler Atmungsaktivität und Imprägnierung beeinträchtigt. Reißverschlüsse und Klett schließen, Kleidungsstücke auf links drehen, bei niedriger Temperatur waschen. Bei Bedarf fluorfreie Imprägniermittel wie Nikwax oder Grangers einsetzen, um Wasserabweisung wiederherzustellen.

Wann ist Lufttrocknen besser als der Trockner?

Lufttrocknen ist schonender für Wolle, Kaschmir, Seide und empfindliche Teile. Es reduziert Einlaufen, Faserschädigung und Energieverbrauch. Der Trockner ist praktisch für Baumwolle und Handtücher, kann aber Verschleiß und Einlaufen verursachen; Pflegeetikett und Schonprogramme beachten.

Welche Temperaturen und Techniken eignen sich zum Bügeln verschiedener Stoffe?

Baumwolle und Leinen brauchen hohe Hitze; Polyester und synthetische Stoffe niedrige. Seide und Wolle mittlere bis niedrige Temperaturen. Kleidungsstücke auf links bügeln, Dampf verwenden und bei Bedarf ein Tuch zwischen Bügeleisen und Stoff legen. Kragen und Manschetten zuerst bearbeiten.

Ist Dampfen eine gute Alternative zum Bügeln?

Ja. Dampfbürsten und stehende Dampfer entfernen Falten ohne direkten Kontakt und sind sehr schonend für empfindliche Materialien und dekorierte Textilien. Dampfen frischt zudem auf und wirkt leicht desinfizierend, eignet sich gut für Anzüge, Mäntel und Blusen.

Welche kleinen Reparaturen kann man selbst durchführen?

Knöpfe annähen, Nahtstellen nachziehen und kleine Risse mit Nähflicken oder Textilkleber reparieren. Grundlegende Stiche wie Rückstich oder Leiterstich reichen oft aus. Zeitnahe Reparatur verhindert größeren Schaden; für hochwertige Stücke ist eine Änderungsschneiderei sinnvoll.

Wie lagert man Kleidung richtig, um Motten und Schimmel zu vermeiden?

Mäntel auf stabile Bügel, leichte Blusen auf gepolsterte Bügel oder gefaltet, Wollpullover flach lagern. Vor dem Einlagern reinigen, in atmungsaktiven Baumwollhüllen oder luftdichten Behältern aufbewahren. Lavendelsäckchen oder Zedernholz helfen gegen Motten. Kühl und trocken lagern, direkte Sonne vermeiden.

Wie entfernt man Flecken richtig ohne das Kleidungsstück zu beschädigen?

Flüssigkeit zuerst abtupfen, nicht reiben. Kaltes Wasser bei Blut- und Proteinverschmutzungen verwenden, entfettende Vorbehandlung (z. B. Gallseife) bei Fett. Fleckenentferner gezielt nach Flecktyp wählen (z. B. Dr. Beckmann, Vanish). Vor Anwendung an unauffälliger Stelle testen.

Welche Waschmittel sind empfehlenswert und worauf achten Verbraucher?

Flüssigwaschmittel gut für kalte Wäsche und Vorbehandlung; Pulver wirkt stark bei höheren Temperaturen. Spezialwaschmittel existieren für Wolle, Seide und Sportkleidung. Umweltfreundliche Marken wie Sonett, Frosch oder Ecover bieten schonendere Formeln. Auf Umweltlabel (EU Ecolabel) und Dosierempfehlungen achten.

Sind Weichspüler sinnvoll oder schaden sie Funktionskleidung?

Weichspüler verbessert Griff und Duft, kann aber Mikrofasern und Funktionskleidung schädigen, indem er Imprägnierungen und Atmungsaktivität reduziert. Für Outdoor- und Sportbekleidung auf Weichspüler verzichten. Als Alternative kann weißer Haushaltsessig Gerüche neutralisieren und Rückstände lösen.

Wann sollte man professionelle Reinigung in Anspruch nehmen?

Bei „dry clean only“-Hinweisen, stark verschmutzten oder sehr empfindlichen und teuren Stücken empfiehlt sich die professionelle Reinigung. Auch bei hartnäckigen Flecken oder komplexen Imprägnierungen ist Textilreinigung oft schonender als Heimbehandlung.

Wie oft sollte man Kleidung waschen, um Ressourcen zu sparen?

Nicht nach jeder Nutzung waschen. Business- und Outdoor-Kleidung lässt sich häufig lüften oder dämpfen. Hemden und Unterwäsche eher regelmäßig waschen. Verringerte Waschfrequenz spart Wasser, Energie und schont die Fasern.

Welche Imprägniermittel sind empfehlenswert für Outdoor-Kleidung?

Produkte von Nikwax und Grangers sind bewährt; es gibt wasserbasierte und fluorfreie Varianten. Wichtig ist, die Reinigungsempfehlung des Herstellers zu beachten und die Imprägnierung auf gereinigter, meist noch leicht feuchter oder trockener Oberfläche aufzutragen.

Welche Hilfsmittel erleichtern die Pflege zuhause?

Wäschenetze schützen empfindliche Stücke, Fusselrasierer (z. B. von Philips) entfernen Knötchen, Dampfbügeleisen oder Steamer glätten ohne direkten Kontakt. Ein Dosierautomat in modernen Waschmaschinen und hochwertige Bürsten oder Aufbewahrungsboxen erhöhen Schonung und Ordnung.

Wie kann nachhaltige Pflege zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks beitragen?

Weniger oft waschen, gezielte Fleckenbehandlung, richtige Lagerung und Reparatur verlängern Kleidungslaufzeiten. Umweltfreundliche Waschmittel, niedrige Temperaturen und energieeffiziente Waschprogramme senken CO2-Emissionen und Wasserverbrauch. Second‑Hand, Kleidertausch und Reparaturservices wie Repair‑Cafés oder Marken‑Repair-Angebote (z. B. Patagonia) fördern Kreislaufwirtschaft.
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