Wie bleibt man auch im Alter fit?

Wie bleibt man auch im Alter fit?

Inhaltsangabe

Viele Menschen fragen sich: Wie bleibt man auch im Alter fit? Für aktive Senioren geht es dabei um mehr als Sport. Es geht um körperliche Unabhängigkeit, Lebensqualität und die Verringerung von Erkrankungsrisiken.

Dieser Artikel verbindet Forschung und Praxis. Er erklärt die wissenschaftlichen Grundlagen des Alterns und zeigt, warum Fitness im Alter so wichtig ist. Anschließend stellt er konkrete Bewegungsprogramme, Ernährungstipps und Alltagsstrategien vor.

Leserinnen und Leser finden Hinweise zu psychischer Gesundheit, Prävention bei chronischen Erkrankungen und eine Produktbewertung von Hilfsmitteln und Geräten. Die Empfehlungen orientieren sich an Quellen wie der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Leitlinien der BZgA sowie an Studien aus PubMed.

Die Zielgruppe sind Seniorinnen und Senioren in Deutschland, Angehörige, Betreuerinnen und Gesundheitsfachkräfte. Der Text will zeigen, wie man gesund altern kann, welche Angebote passen und wie Motivation langfristig erhalten bleibt.

Wie bleibt man auch im Alter fit?

Mit dem Älterwerden verändern sich Körper und Stoffwechsel. Diese Alterungsprozesse zeigen sich in sinkender Muskelmasse, veränderter Knochenstruktur und einer langsameren Regeneration. Wer die Mechanismen kennt, kann gezielt gegensteuern.

Wissenschaftliche Grundlagen der Alterungsprozesse

Zelluläre Veränderungen führen zu weniger Muskelzellen und geringerer Leistungsfähigkeit. Die oft vorkommende Sarkopenie reduziert Kraft und Mobilität. Entzündliche Prozesse im Körper, genannt inflammaging, tragen zu chronischen Krankheiten bei.

Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung altersassoziierte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Typ-2-Diabetes und kognitive Beeinträchtigungen verringert. Bewegung beeinflusst Stoffwechsel, Entzündungsmarker und die Insulinsensitivität positiv.

Warum Bewegung im Alter besonders wichtig ist

Regelmäßige Aktivität erhält Muskelkraft, Gleichgewicht und Ausdauer. Das reduziert das Sturzrisiko und stärkt die Selbstständigkeit im Alltag. Der gezielte Bewegungsbedarf Senioren umfasst Kraft-, Balance- und Ausdauerübungen.

Psychisch wirkt körperliche Aktivität stimmungsaufhellend, reduziert Angst und fördert besseren Schlaf. Zusätzlich hilft Bewegung bei der Prävention und Behandlung chronischer Erkrankungen durch Blutdrucksenkung und Verbesserung der Blutfettwerte.

Langfristige Ziele setzen und realistische Erwartungen

Ziele sollten SMART formuliert sein: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden. Ein Beispiel sind 30 Minuten moderates Gehen an fünf Tagen pro Woche. Solche realistische Fitnessziele machen den Einstieg leichter.

Auf Kontinuität kommt es an, nicht auf extreme Intensität. Kleine Fortschritte und gelegentliche Rückschläge gehören dazu. Bei Vorerkrankungen empfiehlt sich die Absprache mit Ärztinnen, Ärzten oder Physiotherapeutinnen und eine regelmäßige Neubewertung der Ziele.

Praktische Hilfen für unterwegs und zuhause helfen bei der Umsetzung. Portable Trainingsgeräte bieten viele Möglichkeiten, Training in den Alltag zu integrieren; passende Beispiele und Tipps finden Interessierte etwa auf tragbare Fitnessgeräte.

Effektive Bewegungsprogramme für Senioren

Ein vielseitiges Trainingsprogramm hilft älteren Menschen, Kraft, Ausdauer und Balance zu erhalten. Kleine, regelmässige Einheiten sind oft wirkungsvoller als seltene, lange Workouts. Das folgende Programm zeigt praktikable Übungen und Vorsichtsregeln für den Alltag.

Krafttraining ist zentral, um Muskelabbau entgegenzuwirken. Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit je 1–3 Sätzen und 8–12 Wiederholungen pro Übung bringen spürbare Verbesserungen. Übungen wie Kniebeugen an einer Stuhllehne, Widerstandsband-Übungen und einfache Kurzhantelbewegungen lassen sich zu Hause oder im Studio durchführen.

Sicherheit steht an erster Stelle. Aufwärmen, saubere Technik und langsame Progression reduzieren Verletzungsrisiken. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Anleitung durch eine Physiotherapeutin oder einen qualifizierten Trainer.

Für das Herz-Kreislauf-System bieten sich moderate Aktivitäten an. Zügiges Gehen, Radfahren auf dem Ergometer oder E‑Bike sowie Schwimmen schonen die Gelenke und steigern die Kondition. Die WHO-Empfehlung von 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche ist ein guter Richtwert.

Kurze Intervalle mit höherer Intensität sind für viele ältere Personen geeignet und machen Ausdauertraining abwechslungsreich. Regelmässiges Ausdauertraining ältere Menschen stärkt die Atemfunktion und hilft beim Gewichtsmanagement.

Gezieltes Gleichgewichtstraining reduziert Sturzrisiken deutlich. Einbeinstand, Tandemstand und Gangübungen mit Richtungswechsel verbessern Propriozeption und Reaktionsvermögen. Tai Chi ist für viele Seniorinnen und Senioren eine sanfte, effektive Option.

Balance-Übungen lassen sich leicht mit Kraftübungen kombinieren. Beispielsweise erhöht ein Stand auf einem Balance-Pad während einfacher Beinübungen die Herausforderung. Solche kombinierten Einheiten unterstützen die Sturzprävention und die Alltagssicherheit.

  • Krafttraining Senioren: 2–3x pro Woche, langsame Steigerung
  • Ausdauertraining ältere Menschen: 150 Minuten moderat pro Woche oder kürzere Intervalle
  • Gleichgewichtstraining: tägliche kurze Einheiten, Übungen wie einbeiniges Stehen

Ernährungsempfehlungen für fitte ältere Menschen

Eine angepasste Ernährung unterstützt Mobilität, Muskelkraft und Lebensqualität. Im Alltag sollte das Thema Ernährung im Alter praktisch umgesetzt werden, damit ältere Menschen Energie und Nährstoffe zuverlässig erhalten.

Proteinbedarf Senioren

Der Bedarf an Eiweiß steigt mit dem Alter. Empfehlenswert sind für gesunde Ältere oft 1,0–1,2 g/kg Körpergewicht täglich. Bei Gebrechlichkeit kann der Wert bis 1,2–1,5 g/kg ansteigen. Hochwertige Proteinquellen wie mageres Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Soja liefern die Bausteine für den Muskelaufbau.

Praktisch bedeutet das: Protein bei jeder Mahlzeit einplanen und proteinreiche Snacks nutzen. Beispiele sind Quark, griechischer Joghurt oder eine Handvoll Nüsse. Diese Verteilung fördert den Erhalt der Muskelmasse und reduziert das Risiko für Gebrechlichkeit.

Vitamin D ältere Menschen

Vitamin D spielt eine Schlüsselrolle für Knochen und Muskelfunktion. In Deutschland ist eine Unterversorgung verbreitet. Die Bestimmung des 25(OH)D-Spiegels durch die Hausärztin oder den Hausarzt hilft, den Bedarf zu klären.

Bei nachgewiesenem Mangel kann eine Supplementierung sinnvoll sein. Calcium aus Milchprodukten, grünen Blattgemüsen oder angereicherten Produkten ergänzt die Knochenversorgung. Vitamin B12 sollte regelmäßig kontrolliert werden, da die Aufnahme im Alter sinkt. Bei Veganern ist eine Supplementierung besonders wichtig.

Praktische Tipps für ausgewogene Mahlzeiten und Snacks

Ausgewogene Mahlzeiten lassen sich mit einfachem Kochen und cleverer Vorratshaltung realisieren. Tiefkühlgemüse, vorteilhafte Konserven ohne viel Salz und vorportionierte Mahlzeiten erleichtern die Umsetzung.

  • Planen: Wöchentliche Einkaufslisten und einfache Rezepte bereithalten.
  • Vorbereiten: Portionsgrößen vorkochen und einfrieren.
  • Trinken: Regelmäßig Wasser oder Kräutertee anbieten, da Durstgefühle schwächer werden.
  • Ergänzen: Ergänzende Präparate nur nach Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt nutzen; auf bekannte Hersteller wie Magnus oder Doppelherz achten.

Bei der Umsetzung stehen praktische Lösungen im Vordergrund. So bleiben ausgewogene Mahlzeiten Senioren-freundlich, sättigend und nährstoffreich. Kleine Anpassungen erreichen oft große Effekte für Gesundheit und Alltagsfitness.

Alltagsintegration: Bewegung leicht machen

Wer Bewegung im Alltag verankert, gewinnt an Unabhängigkeit und Lebensqualität. Kleine Veränderungen reichen oft aus, um Aktiv bleiben Senioren zur Gewohnheit werden zu lassen. Ein klarer Plan und passende Hilfsmittel helfen, tägliche Routinen Bewegung dauerhaft umzusetzen.

Bewegung in den täglichen Routinen verankern

Treppensteigen statt Aufzug nutzen, Wege zu Fuß erledigen und kurze Gehpausen am Vormittag sind einfache Strategien. Hausarbeit kann als Bewegungsquelle dienen, wenn sie bewusst und sicher ausgeführt wird. Micro-Workouts von fünf bis zehn Minuten, mehrmals am Tag, fördern Kraft und Balance ohne großen Aufwand.

Hilfsmittel und Technologien zur Motivation

Ein Fitness-Tracker Senioren wie Modelle von Garmin, Fitbit oder Withings motiviert durch Schrittziele und Erinnerungen. Einfache Schrittzähler sind für ältere Nutzer oft ausreichend. Gehstock, Rollator, Trainingsband oder Balance-Pad bieten zusätzliche Sicherheit beim Üben.

Apps und Online-Videos ergänzen örtliche Angebote. Volkshochschulkurse, BZgA-Materialien oder seniorengerechte YouTube-Tutorials liefern passende Übungen. E-Bikes ermöglichen längere Ausflüge, ohne zu stark zu belasten.

Beispielhafte Tagespläne für mehr Aktivität

Morgen: 10–15 Minuten Mobilitäts- und Dehnübungen, gefolgt von einem proteinreichen Frühstück.

  • Vormittag: 20–30 Minuten zügiger Spaziergang oder Radfahren.
  • Nachmittag: Leichte Kraftübungen mit Widerstandsband plus soziale Aktivität wie ein Kurs oder Spaziergang.
  • Abend: Kurze Balance-Session und Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen.

Solche Tagespläne zeigen, wie tägliche Routinen Bewegung zur Selbstverständlichkeit machen. Mit kleinen Schritten bleibt Bewegung im Alltag erreichbar und hilft, dass Aktiv bleiben Senioren leicht in den Alltag integriert.

Psychische Gesundheit und soziale Teilhabe

Ein aktives Leben im Alter umfasst nicht nur körperliche Bewegung, sondern auch seelische Stärke und Gemeinschaft. Wer soziale Kontakte pflegt, stärkt die psychische Gesundheit Senioren und erhöht die Motivation, an Aktivitäten teilzunehmen.

Die Rolle sozialer Kontakte für Aktivität und Wohlbefinden

Regelmäßiger Austausch mit Nachbarn, Teilhabe in Vereinen oder Treffen mit der Familie reduziert Einsamkeit. Soziale Teilhabe ältere Menschen fördert Lebenszufriedenheit und senkt das Risiko für Depressionen.

  • Vereine wie der Deutsche Olympische Sportbund bieten Seniorensportkurse an.
  • Mehrgenerationenprojekte und Nachbarschaftsinitiativen schaffen Alltagskontakte.
  • Krankenkassenfinanzierte Präventionskurse unterstützen den Einstieg.

Mentale Fitness: Gedächtnistraining und Achtsamkeit

Geistige Übungen halten das Denkvermögen frisch. Gedächtnistraining in Kombination mit Lesen, Rätseln oder Musizieren stimuliert kognitive Funktionen.

Achtsamkeitsübungen wie Meditation, Yoga oder Tai Chi reduzieren Stress. Solche Angebote stärken Körper und Seele und wirken präventiv gegen kognitive Einschränkungen.

Gruppenkurse und Bewegungsangebote vor Ort

Lokale Kurse bieten Struktur und sozialen Anschluss. Wer an Seniorensportkurse teilnimmt, profitiert von qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern und von gemeinsamer Motivation.

  1. Vor der Anmeldung Barrierefreiheit und Trainerqualifikation prüfen.
  2. Krankenkassenzuschüsse für Präventionskurse nach §20 SGB V nutzen.
  3. VHS, Sportvereine und Rehasport sind häufige Anlaufstellen.

Eine Kombination aus Gemeinschaft, geistiger Herausforderung und angeleitetem Training stärkt das Wohlbefinden. So bleibt die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben lebendig und nachhaltig.

Prävention und Umgang mit chronischen Erkrankungen

Viele ältere Menschen stehen vor der Herausforderung, Bewegung und Gesundheit in Einklang zu bringen. Ein gut abgestimmter Plan hilft, Risiken zu senken und Lebensqualität zu verbessern. Ärztliche Abklärung ist oft der erste Schritt.

Bewegungsempfehlungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz empfiehlt sich moderates Ausdauertraining unter medizinischer Aufsicht. Belastungstests und eine kardiologische Abklärung sorgen für die richtige Intensität.

Vereinsangebote wie Herzsportgruppen sowie ambulante Reha-Programme bieten strukturierte Übungen und soziale Unterstützung. Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Medikamenten passt das Training sicher an.

Anpassungen bei Gelenkproblemen und Osteoporose

Gelenkschonende Aktivitäten sind wichtig bei Arthrose oder Gelenkschmerzen. Schwimmen, Aqua-Gymnastik und Radfahren entlasten die Gelenke und fördern die Ausdauer.

Krafttraining und gezielte belastende Übungen stärken die Knochen und unterstützen die Osteoporose Bewegung. Eine gute Vitamin‑D- und Calciumversorgung verbessert den Nutzen von Training.

Bei starken Beschwerden hilft eine individuelle Anpassung der Übungen. Schontechniken, Schmerzmanagement und orthopädische Hilfsmittel reduzieren Belastung.

Absprache mit Ärztinnen und Physiotherapie als Begleitung

Vor Beginn eines Programms ist die Freigabe durch Fachärzte sinnvoll. Sie überwachen Blutdruck, Blutzucker und mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Physiotherapie Senioren bietet individuelle Übungspläne, Technikschulung und Progressionsplanung. Therapeutinnen und Therapeuten unterstützen bei Rückfallprophylaxe und langfristiger Eingliederung von Alltagstraining.

Praktische Angebote zur Psychohygiene und Teamförderung stärken die allgemeine Widerstandskraft. Näheres dazu enthält ein hilfreicher Beitrag zur Arbeits- und Selbstfürsorge für Pflegekräfte und ihre Gesundheit.

  • Bewegung bei Herzkrankheiten: moderat, überwacht, rehabilitativ.
  • Sport Gelenkschmerzen Senioren: gelenkschonend, individuell, stabilisierend.
  • Osteoporose Bewegung: kombinieren von Kraft- und belastenden Übungen.
  • Physiotherapie Senioren: Anleitung, Anpassung und sichere Progression.

Produktbewertung: Hilfsmittel und Fitnessgeräte für ältere Personen

Die Auswahl passender Fitnessgeräte richtet sich nach Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit und ärztlicher Verträglichkeit. Kleine technische Details und geprüfte Zulassungen geben Orientierung beim Kauf. Eine klare Übersicht hilft, passende Geräte für den Alltag zu finden.

Kriterien zur Auswahl sicherer Geräte

  • Stabile Bauweise mit rutschfester Oberfläche und klarer Gewichtsangabe.
  • Prüfsiegel wie TÜV/GS und gut erreichbarer Kundendienst in Deutschland.
  • Einfache Bedienung: gut lesbares Display, geringe Einstiegshöhe und verstellbare Sitz- oder Griffpositionen.
  • Kompatibilität bei Herz-Kreislauf- oder Gelenkproblemen; Absprache mit Ärztinnen oder Physiotherapeutinnen empfohlen.

Test und Vergleich: Vibrationsplatten, Heimtrainer, Balance-Pads

  • Vibrationsplatten: Ein Vibrationsplatte Test schaut auf Wirkmechanismus, Stabilität und Indikationen. Modelle wie Galileo gelten als klinisch erprobt. Sportstech bietet preisgünstigere Alternativen.
  • Heimtrainer: Ergonomie, Sitzkomfort und Handpulsmessung stehen im Fokus. Geräte von Christopeit und spezialisierte Reha-Modelle eignen sich als Heimtrainer für ältere Menschen.
  • Balance-Pads: Materialien wie Schaumstoff oder Luftkissen beeinflussen Trainingseffekt. Marken wie Airex und BOSU werden häufig in Balance-Pad Bewertung und Tests genannt.

Bewertungen und Anwenderberichte aus Deutschland

  • Nutzerinnen und Nutzer betonen einfache Handhabung und leise Geräte als Pluspunkte.
  • Kritik richtet sich auf Instabilität oder laute Motoren bei manchen Heimtrainern.
  • Erfahrungsberichte aus Shops und Sanitätshäusern zeigen, dass regelmäßiges Training den Alltag erleichtert.
  • Für Einsteigerinnen und Einsteiger empfehlen Fachleute Heimtrainer oder einfache Balance-Pads; bei speziellen Fragen ist das Sanitätshaus oder eine Physiotherapeutin die richtige Anlaufstelle.

Motivation langfristig erhalten

Langfristig fit bleiben gelingt, wenn klare Meilensteine gesetzt werden. Kurzfristige Ziele wie eine tägliche Schrittanzahl oder wöchentliche Kraftübungen geben schnell Erfolgserlebnisse. Langfristige Ziele können die Verbesserung der Alltagsfunktion oder das regelmäßige Teilnehmen an Vereinsangeboten sein. Regelmäßige Erfolgskontrolle, etwa durch Apps oder einfache Messungen, stärkt die Trainingsmotivation ältere Menschen.

Soziale Belohnungen sind besonders wirksam: gemeinsame Termine, Trainingspartnerinnen und -partner oder Aktionen von Krankenkassen schaffen Verbindlichkeit. Kleine materielle Anreize, wie ein neues Balance-Pad oder eine Stunde Schwimmen mit Freundinnen, wirken ebenfalls motivierend. Tracking-Apps unterstützen beim Überblick und verbinden Motivation Senioren Sport mit konkreten Zahlen.

Rückschläge sind normal und lassen sich planen. Krankheitspausen werden akzeptiert, das Programm wird angepasst und die Rückkehr erfolgt schrittweise nach ärztlicher Rücksprache. Ein klarer Wiederaufnahmeplan reduziert Angst und fördert Durchhaltevermögen.

Nachhaltigkeit entsteht durch die Kombination aus Bewegung, Ernährung, sozialer Teilhabe und passenden Hilfsmitteln. Ein realistischer Start ist ein wöchentliches Ziel und das Testen eines geeigneten Geräts wie Heimtrainer oder Balance-Pad. So bleibt die Trainingsmotivation ältere Menschen erhalten und die Chance, langfristig fit bleiben steigt merklich.

FAQ

Warum ist Bewegung im Alter so wichtig?

Regelmäßige Bewegung erhält Muskelkraft, Mobilität und Balance und reduziert damit Sturzrisiken. Sie verbessert Herz-Kreislauf-Werte, Blutzucker und Blutfette, fördert die Knochengesundheit und wirkt entzündungshemmend (inflammaging). Zudem stärkt sie die psychische Gesundheit, reduziert depressive Symptome und verbessert Schlafqualität.

Welche Arten von Training eignen sich besonders für Seniorinnen und Senioren?

Ein ausgewogenes Programm kombiniert Krafttraining (z. B. Widerstandsband-Übungen, Kniebeugen an Stuhllehne) 2–3× pro Woche, Ausdauertraining (z. B. zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen) und Gleichgewichtstraining (Einbeiniges Stehen, Tai Chi, Balance-Pads). Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche oder 75 Minuten intensive Aktivität.

Wie viel Protein brauchen ältere Menschen?

Gesunde ältere Erwachsene sollten oft 1,0–1,2 g Protein pro kg Körpergewicht täglich anstreben. Bei Gebrechlichkeit können 1,2–1,5 g/kg sinnvoll sein. Protein sollte über alle Mahlzeiten verteilt werden; hochwertige Quellen sind mageres Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Soja.

Braucht man Vitamin-D- oder Calcium‑Supplemente?

Viele ältere Menschen in Deutschland haben zu niedrige Vitamin-D-Spiegel. Eine Supplementierung kann nach Bestimmung des 25(OH)D-Spiegels und in Absprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoll sein. Calciumreiches Essen (Milchprodukte, grünes Blattgemüse) unterstützt die Knochengesundheit; Ergänzungen nur nach ärztlicher Empfehlung.

Welche Hilfsmittel und Geräte sind empfehlenswert?

Sicherheits- und Benutzerfreundlichkeit sind entscheidend. Gute Optionen für Einsteiger sind Heimtrainer mit bequemer Sitzergonomie (z. B. Modelle von Christopeit), Balance-Pads von Airex oder BOSU und einfache Widerstandsbänder. Bei Vibrationsplatten sind geprüfte Marken wie Galileo bekannt, jedoch nicht für alle Indikationen geeignet. Vor dem Kauf auf TÜV/GS, Gebrauchstauglichkeit und Service in Deutschland achten.

Wie integriert man Bewegung einfach in den Alltag?

Kleine Maßnahmen bringen viel: Treppen statt Aufzug (wenn möglich), kurze Gehpausen, Einkäufe zu Fuß, Micro-Workouts von 5–10 Minuten mehrmals täglich. Ein typischer Tagesplan könnte morgens Mobilitätsübungen, am Vormittag einen 20–30‑minütigen Spaziergang und am Nachmittag kurze Kraft- oder Balance‑Einheiten enthalten.

Ist Training bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sicher?

Ja, wenn es medizinisch abgestimmt ist. Vor Beginn intensiver Programme sollten Belastungstests und eine kardiologische Abklärung erfolgen. Ambulante Reha oder Herzsportgruppen bieten strukturiertes, überwacht angepasstes Training. Immer mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt sprechen.

Was tun bei Gelenkproblemen oder Osteoporose?

Gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Aqua-Fitness oder Radfahren sind oft empfehlenswert. Kraft- und gewichtstragende Übungen unterstützen die Knochendichte, kombiniert mit ausreichender Vitamin‑D- und Calciumversorgung. Übungsprogramme sollten individuell angepasst und ggf. von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten begleitet werden.

Wie bleibe ich langfristig motiviert?

Kurzfristige und langfristige Ziele setzen (SMART), Erfolge regelmäßig messen (Schritte, Kraftzuwachs, Alltagsfunktion) und soziale Unterstützung nutzen. Gruppenkurse, Trainingspartnerinnen und -partner, Tracking‑Apps oder Aktionen von Krankenkassen fördern die Regelmäßigkeit. Rückschläge sind normal—schrittweise Rückkehr und Anpassung sind wichtig.

Welche Rolle spielen soziale Kontakte und mentale Fitness?

Soziale Teilhabe erhöht die Motivation und reduziert Einsamkeit. Vereinsangebote, VHS‑Kurse oder Nachbarschaftsprojekte verbinden Bewegung und Gemeinschaft. Mentale Fitness durch Gedächtnistraining, Lesen oder Achtsamkeit stärkt kognitive Reserven und wirkt präventiv gegen Demenz.

Wann sollte man ärztlichen Rat einholen?

Vor Beginn eines neuen, intensiveren Trainingsprogramms, bei bekannten Vorerkrankungen (Herz, Diabetes, schwere orthopädische Probleme) oder bei plötzlich auftretenden Schmerzen und Symptomen. Ebenso bei Unsicherheit zu Supplementen wie Vitamin D oder Medikamenteninteraktionen. Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten helfen bei individueller Anpassung.

Wo findet man geprüfte Kurse und Unterstützung?

Angebote gibt es über Krankenkassen (Präventionskurse nach §20 SGB V), Volkshochschulen, Sportvereine wie das Seniorensportangebot des Deutschen Olympischen Sportbundes und Rehasportgruppen. Auf Trainerqualifikation, Barrierefreiheit und mögliche Zuschüsse achten.

Welche Quellen und Leitlinien sind empfehlenswert?

Relevante Orientierung bieten die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Leitlinien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie Studien in PubMed zu Alterung, Bewegung und Ernährung.
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