Wie foerdert man Herzgesundheit?

Wie schafft man Auszeiten?

Inhaltsangabe

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Die Bedeutung, die kardiovaskuläre Gesundheit für Lebensqualität und Lebenserwartung hat, lässt sich daher nicht überschätzen. Wer die Herzgesundheit fördern will, stärkt damit langfristig sein Wohlbefinden.

Dieser Artikel zeigt praxisnahe Wege, das Herz zu schützen. Er vereint Hinweise zu Auszeiten, Ernährung, Bewegung und Stressmanagement und ordnet sie unter dem Blickwinkel Prävention Herzkrankheiten ein. Dabei steht ein gesunder Lebensstil im Mittelpunkt.

Leserinnen und Leser erhalten evidenzbasierte Empfehlungen sowie eine kritische Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln, Apps und Hilfsmitteln. Studien, Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Verbraucherinformationen wie Stiftung Warentest fließen in die Einschätzung ein, damit die Ratschläge zur kardiovaskulären Gesundheit verlässlich bleiben.

Die Zielgruppe reicht von Einsteigern bis zu Menschen mit erhöhtem Herzrisiko, die ihren Lebensstil verbessern möchten. Der Ton bleibt freundlich und sachlich; die Darstellung ist alltagstauglich und leicht umsetzbar.

Dieser Text ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Bei Symptomen, bekannten Herzerkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte stets Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt gehalten werden.

Praktische Tipps zu Entspannung und innerer Ruhe, die beim Abend zur Erholung beitragen können, fasst ein ergänzender Beitrag zusammen; er ist hier verlinkt: Tipps gegen abendliche Unruhe.

Wie schafft man Auszeiten?

Auszeiten sind kurze, gezielte Pausen im Alltag, die das Wohlbefinden und die kardiovaskuläre Gesundheit fördern. Wer fragt, wie schafft man Auszeiten, findet einfache Methoden, die sich in Büro und Freizeit anwenden lassen. Regelmäßige Ruhephasen helfen beim Stressabbau Herz und unterstützen die Erholung Herzfrequenz.

Warum Auszeiten wichtig für das Herz sind

Chronischer Stress aktiviert das sympathische Nervensystem. Das führt zu höherem Blutdruck und erhöhter Herzfrequenz. Langfristig steigen Entzündungsmarker und das Risiko für Atherosklerose. Studien zeigen, dass regelmäßige Erholungsphasen das Risiko von koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall mindern.

Psychische Belastung fördert Depression und soziale Isolation. Soziale Erholung durch Familie und Freunde wirkt als Schutzfaktor. Ein gesunder Rhythmus aus Aktivität und Pause stärkt die autonome Balance und verbessert die Herzratenvariabilität.

Praktische Techniken zur täglichen Auszeit

  • Kurzpausen: 1–5 Minuten bewusste Atmung am Arbeitsplatz. Solche Mikropausen zeigen schnellen Stressabbau Herz.
  • Geleitete Kurzmeditationen: Apps wie Headspace und 7Mind bieten geführte Übungen für den Alltag.
  • Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson und kurze Achtsamkeitsübungen nach MBSR-Prinzipien.
  • Spaziergänge im Freien und Waldaufenthalte reduzieren Stresshormone und fördern naturbasierte Erholung Herzfrequenz.
  • Digitale Regeln: Handyfreie Zeiten, Bildschirm-Pausen und feste Feierabendrituale unterstützen Pausen Blutdruck senken.

Kurz- und langfristige Effekte auf Blutdruck und Herzfrequenz

Kurzfristig sind Effekte gut messbar. Nach einer Pause sinken Herzfrequenz und Blutdruck. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol nehmen ab. Viele bemerken sofortige Entspannung.

Langfristig verringern regelmäßige Auszeiten das Risiko für Hypertonie. Bessere Herzratenvariabilität gilt als Zeichen autonomer Balance. Entzündungsmarker wie CRP fallen, was die Prognose bei bestehenden Herzerkrankungen verbessert.

Umsetzungstipps: Kalendereinträge, Erinnerungen und das Ziel von drei kurzen Auszeiten täglich helfen bei der Integration. Blutdruckmessgerät und Fitness-Tracker erlauben die Messbarkeit des Effekts. Bei anhaltenden Symptomen oder stark erhöhtem Blutdruck ist ärztliche Abklärung notwendig, denn Auszeiten ersetzen keine medizinische Behandlung.

Ernährung und Herzgesundheit: Empfehlungen und Produktbewertung

Eine ausgewogene Ernährung bildet die Basis für ein starkes Herz. Die mediterrane Küche mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Olivenöl gilt als praktischer Leitfaden für Herzgesunde Ernährung. Studien wie PREDIMED zeigen positive Effekte auf Herz-Kreislauf-Parameter bei dauerhaftem Umstieg.

Herzgesunde Nahrungsmittel und ihre Wirkstoffe

Fetter Fisch liefert Omega-3-Fettsäuren, die helfen können, Triglyceride zu senken und Herzrhythmusstörungen zu mildern. Pflanzen wie Hafer, Hülsenfrüchte und Obst erhöhen die Ballaststoffzufuhr und unterstützen eine ballaststoffreiche Kost, die LDL-Cholesterin reduziert.

Obst und Gemüse liefern Kalium und Magnesium zur Blutdruckregulation. Olivenöl und Beeren bieten Polyphenole, die entzündliche Prozesse im Gefäßsystem bremsen können. Pflanzensterine als Bestandteil bestimmter Lebensmittel tragen zur Cholesterinsenkung bei.

Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung des Herzens

Nahrungsergänzungsmittel Herz werden oft als Ergänzung zur Ernährung angeboten. Omega-3-Präparate zeigen klaren Nutzen bei erhöhten Triglyceriden. Für die generelle Prävention ist die Studienlage gemischt, deshalb ist eine ärztliche Rücksprache ratsam.

Coenzym Q10 kann bei Statin-bedingten Muskelsymptomen unterstützend wirken. Magnesium und Kalium sind sinnvoll bei nachgewiesenem Mangel, aber Überdosierung birgt Risiken. Bei Produkten ist auf Reinheit und Drittanbieter-Tests wie IFOS oder TÜV zu achten.

Rote-Bete-Saft und Nitratpräparate führten in Studien zu kurzfristigen Blutdrucksenkungen. Präparate ohne geprüfte Qualität bergen Wechselwirkungsrisiken, etwa mit Blutverdünnern. Verbraucher sollten Nutzen-Erwartung gegen Kosten abwägen.

Tipps zum Einkauf: Worauf Verbraucher in Deutschland achten sollten

Beim Kauf empfiehlt sich der Griff zu Apothekenprodukten und Marken mit transparenter Laborprüfung. Einkaufstipps Deutschland schließen die Kontrolle auf Qualitätszeichen wie TÜV und DE-ÖKO-Standards ein.

Bei Omega-3-Produkten auf deklarierte EPA/DHA-Mengen achten und auf Schadstofftests gegen Schwermetalle prüfen. Verfallsdatum, Herkunft und Dosierung sind entscheidend, ebenso der Rat von Hausarzt, Apotheker oder Ernährungsberater bei Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme.

Ernährung bleibt der Kern jeder Strategie; gezielte Supplemente sollten ergänzend und nach fachlicher Abklärung eingesetzt werden.

Bewegung und kardiovaskuläres Training für jedes Alter

Regelmäßige Bewegung stärkt das Herz und verbessert die Lebensqualität. Ein sinnvolles Programm kombiniert moderates kardiovaskuläres Training mit Kraft- und Flexibilitätsübungen. So lassen sich Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker positiv beeinflussen.

Empfohlene Trainingsarten

Ausdauertraining eignet sich für fast jede Altersgruppe. Beispiele sind zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder leichtes Joggen. Diese Formen verbessern die Leistungsfähigkeit des Herzens und senken kardiovaskuläre Risiken.

Krafttraining sollte zwei- bis dreimal pro Woche in den Plan. Ein moderates Kraftprogramm erhält Muskelmasse, fördert den Stoffwechsel und unterstützt die Blutzuckerregulation. Wer Geräte bevorzugt, findet hilfreiche Optionen bei Marken wie Technogym oder bei einfachen Hanteln von Decathlon.

Flexibilitäts- und Balanceübungen wie Yoga oder Tai Chi verringern Sturzrisiken. Sie bieten zusätzlich Stressreduktion und verbessern die autonome Regulation.

Wie oft und wie intensiv sollte man trainieren?

Die WHO und die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin empfehlen 150–300 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche oder 75–150 Minuten intensives Training. Ergänzend sind muskelstärkende Einheiten an zwei oder mehr Tagen sinnvoll.

Die Intensität lässt sich über die Borg-Skala oder Herzfrequenzzonen steuern. Moderate Belastung liegt meist bei 50–70% der maximalen Herzfrequenz. Bei Vorerkrankungen empfiehlt sich eine abgestimmte Anpassung mit einem Arzt.

Sichere Trainingspläne für Einsteiger und Menschen mit Vorerkrankungen

Ein typischer Trainingsplan für Anfänger beginnt mit 10–20 Minuten moderater Aktivität täglich. Die Dauer steigt schrittweise. Ergänzend kommen einfache Ganzkörper-Kraftübungen mit geringer Last und Fokus auf Technik.

  • Trainingsplan Anfänger Herz: Start mit fünf Tagen leichter Ausdauer, zwei Krafteinheiten pro Woche.
  • Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen: kardiologische Abklärung vor Beginn, Teilnahme an Herzsportgruppen oder Reha-Programmen wird empfohlen.
  • Warnsignale wie Brustschmerzen, Schwindel oder starke Atemnot erfordern sofortige Pause und ärztliche Abklärung.

Hilfsmittel wie Herzfrequenz-Messgeräte von Garmin oder Fitbit und Blutdruckmessgeräte unterstützen die Selbstkontrolle. Ergometer und Heimtrainer sind nützliche Alternativen bei schlechtem Wetter oder eingeschränkter Mobilität.

Ältere Menschen profitieren von einem Fokus auf Mobilität und Gleichgewicht kombiniert mit moderatem Ausdauertraining. Personen mit Diabetes oder Hypertonie brauchen engmaschige Kontrolle und gegebenenfalls Anpassungen der Medikation.

Stressmanagement und mentale Gesundheit zur Unterstützung des Herzens

Mentale Belastungen beeinflussen das Herz. Chronischer Stress, Angst und Einsamkeit erhöhen das Risiko für Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Ein pragmatischer Ansatz verbindet einfache Übungen, gute Schlafgewohnheiten und sinnvolle digitale Hilfen, um das kardiovaskuläre Wohlbefinden zu stärken.

Atem- und Entspannungstechniken, die das Herz beruhigen

Gezielte Atemtechniken verbessern die Herzratenvariabilität und reduzieren akuten Stress. Die 4-4-8-Technik und tiefe Bauchatmung sind leicht zu lernen und wirken schnell.

Progressive Muskelentspannung und kurze Achtsamkeitsmeditationen helfen, Anspannung abzubauen und den Ruhepuls zu senken. Wer professionelle Unterstützung sucht, kann HRV-Training oder Biofeedback unter Anleitung nutzen.

Rolle von Schlaf und Erholung für kardiovaskuläre Gesundheit

Guter Schlaf schützt das Herz. Erwachsene sollten 7–9 Stunden anstreben, um Blutdruck und Entzündungswerte zu normalisieren. Schlafapnoe erhöht das Risiko für Vorhofflimmern und koronare Erkrankungen.

Schlafhygiene mit festen Zeiten, Bildschirmverzicht vor dem Zubettgehen und einem dunklen Schlafzimmer zahlt sich aus. Bei Verdacht auf Schlafapnoe ist eine Abklärung im Schlaflabor oder mit ambulanter Atemüberwachung ratsam.

Bewertung von Apps und Produkten zur Stressreduktion

Digitale Angebote können Routinen unterstützen. Meditations-Apps wie Headspace, Calm oder 7Mind bieten strukturierte Programme, die Stress reduzieren und Schlaf fördern. Bei der Auswahl sollten Nutzer auf wissenschaftliche Fundierung, DSGVO-Konformität und transparente Kosten achten.

HRV- und Schlaf-Tracker von Marken wie Polar, Garmin oder Oura liefern nützliche Daten zur Selbstbeobachtung. Die Interpretation gehört in den Kontext; diese Geräte ersetzen keine medizinische Diagnostik.

  • Biofeedback-Geräte können als ergänzendes Werkzeug dienen.
  • Produkte zur Schlafverbesserung wie weiße Rauschgeräte oder orthopädische Kissen wirken individuell.
  • Bei digitalen Tools sollten Datenschutz und Seriosität Priorität haben, besonders bei sensiblen Gesundheitsdaten.

Alltagsnahe Umsetzung gelingt mit kurzen Ritualen: tägliche Atemübungen, feste Schlafzeiten und der gezielte Einsatz von Apps Stressreduktion Deutschland als Erinnerungshilfe. Kleine, realistische Ziele fördern langfristige Gewohnheiten für besseres Stressmanagement Herz, stabile Schlaf Herzgesundheit und nachhaltige Entspannung durch Atemtechniken Herz.

Risikofaktoren erkennen und reduzieren

Viele Menschen wissen nicht, welche Risiken das Herz belasten. Ein klares Verständnis hilft beim Vorbeugen. Dieser Abschnitt zeigt, wie man Risikofaktoren Herz identifiziert und welche Schritte zur Reduktion verfügbar sind.

Häufige Risikofaktoren

Rauchen bleibt ein starker, unabhängiger Risikofaktor. Nikotinentwöhnung reduziert das Risiko für koronare Erkrankungen deutlich.

Bluthochdruck ist oft ohne Symptome. Wer Bluthochdruck erkennen will, sollte regelmäßig messen und Grenzwerte nach Leitlinien beachten.

Typ-2-Diabetes steigert das Risiko für Atherosklerose und Herzinsuffizienz. Die Kontrolle des Blutzuckers vermindert das Diabetes Herzrisiko.

Stark erhöhtes LDL-Cholesterin fördert Plaquebildung. Bei Bedarf empfiehlt sich eine lipidsenkende Therapie unter ärztlicher Leitung.

Präventionsstrategien und regelmäßige Checks

Regelmäßige Gesundheitschecks Deutschland umfassen Blutdruck, Blutzucker, Lipidprofil und BMI. Diese Messungen finden meist beim Hausarzt statt.

Präventionsprogramme wie Raucherentwöhnungskurse, Ernährungsberatung und strukturierte Bewegungsprogramme senken das Risiko nachhaltig.

Impfungen, zum Beispiel gegen Influenza, gehören für Risikopatienten zur Prävention Herzinfarkt und verringern Komplikationen bei akuten Erkrankungen.

Wann ärztliche Unterstützung und spezialisierte Produkte notwendig sind

Bei anhaltend erhöhten Werten, auffälligem EKG oder Symptomen wie Brustschmerz und Atemnot ist zeitnahe ärztliche Abklärung geboten.

Spezifische Medikamente wie Blutdrucksenker, Statine oder orale Antidiabetika dürfen nur nach ärztlicher Verordnung eingesetzt werden.

Für das häusliche Monitoring bieten validierte Blutdruckmessgeräte und telemedizinische Dienste sinnvolle Ergänzungen. Bei komplexer Therapie sind Fachärzte wie Kardiologen oder Endokrinologen die richtigen Ansprechpartner.

  • Adipositas und Bewegungsmangel sind modifizierbare Risiken.
  • Familiäre Belastung, chronische Nierenerkrankung und Schlafapnoe erhöhen das Gesamtrisiko.
  • Krankenkassen übernehmen oft Kosten für Präventionskurse; Patienten sollten Leistungen prüfen.

Lebensstiländerungen langfristig umsetzen

Eine nachhaltige Lebensstiländerung Herz verlangt ein ganzheitliches Vorgehen: regelmäßige Auszeiten, ausgewogene Ernährung, tägliche Bewegung, gezieltes Stressmanagement und das Reduzieren von Risikofaktoren. Kleine, konkret formulierte Schritte helfen dabei, die Verhaltensänderung Gesundheit in den Alltag zu bringen. Wer kurzweilige Ziele setzt, verbessert die Chance auf dauerhafte Ergebnisse.

SMART-Ziele bieten klare Orientierung: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Beispiele sind zehn Minuten tägliche Meditation, ein 20-minütiger Spaziergang nach dem Mittagessen oder zweimal pro Woche Kraftübungen. Solche kleinen Gewohnheiten lassen sich mit Habit-Stacking an bestehende Routinen koppeln, etwa Atemübungen nach dem Zähneputzen.

Soziale Unterstützung erhöht die Verbindlichkeit. Partner, Familie, lokale Herzsportgruppen oder Online-Communities schaffen Halt und fördern Motivation langfristig. Tracking per Tagebuch, App oder Wearable liefert Feedback und macht Fortschritte sichtbar. Regelmäßige ärztliche Follow-ups sichern die Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Gewicht.

Barrieren wie Zeitmangel, Motivationsverlust oder finanzielle Einschränkungen lassen sich konkret angehen: Mikropausen, Fahrrad statt Auto, kostenfreie Übungen im Freien und realistische Etappenziele. Bei der Auswahl von Programmen empfiehlt sich auf Qualität zu achten — zertifizierte Kurse, kardiologische Reha-Angebote oder digitale Programme mit Evidenzbasis. Nachhaltige Gewohnheiten Herz entstehen so Schritt für Schritt und sind langfristig wirksamer als schnelle Lösungen.

FAQ

Warum ist Herzgesundheit so wichtig für die Lebenserwartung und Lebensqualität?

Herzgesundheit beeinflusst direkt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz. In Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Angaben der Deutschen Herzstiftung und des Robert Koch-Instituts eine der häufigsten Todesursachen. Ein stabiles Herz-Kreislauf-System verbessert Mobilität, Energielevel und Alltagsunabhängigkeit und trägt wesentlich zur Lebensqualität bei.

Reichen kurze Auszeiten im Alltag wirklich aus, um das Herz zu schützen?

Ja. Kurze Mikropausen mit bewusster Atmung oder ein kurzer Spaziergang können akut Herzfrequenz und Blutdruck senken. Regelmäßige, häufiger eingelegte Erholungsphasen verbessern langfristig die Herzratenvariabilität (HRV) und reduzieren Stresshormone. Bei stark erhöhtem Blutdruck oder anhaltenden Symptomen reichen Auszeiten allein jedoch nicht; dann sollte ärztlich abgeklärt werden.

Welche Ernährung gilt als besonders herzgesund?

Die mediterrane Ernährung gilt als Goldstandard: viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und Olivenöl, moderater Fisch- und Geflügelkonsum, wenig gesättigte Fette und Zucker. Studien wie PREDIMED zeigen, dass diese Kostform das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse reduziert.

Sind Omega-3-Supplements für das Herz empfehlenswert?

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) sind vorteilhaft bei erhöhten Triglyceriden und können in bestimmten Fällen Herzrhythmusstörungen positiv beeinflussen. Für die allgemeine Prävention ist die Evidenz heterogen. Empfehlenswert ist die Rücksprache mit dem Hausarzt und die Wahl geprüfter Produkte mit Transparenz zu EPA/DHA-Gehalten und Reinheit (z. B. IFOS-Tests).

Wie viel und welche Art von Bewegung ist optimal für das Herz?

Nach WHO- und deutschen Leitlinien sind 150–300 Minuten moderates Ausdauertraining oder 75–150 Minuten intensives Training pro Woche ideal, ergänzt durch muskelstärkende Aktivitäten an zwei oder mehr Tagen. Geeignete Formen sind zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen sowie Krafttraining zur Erhaltung der Muskelmasse.

Wie können Menschen mit Vorerkrankungen sicher Sport treiben?

Vor Beginn sollte eine kardiologische Abklärung erfolgen. Anschließend helfen angepasste Trainingspläne, kardiologische Reha-Angebote oder Herzsportgruppen. Training beginnt langsam (10–20 Minuten täglich) mit schrittweiser Steigerung. Bei Warnzeichen wie Brustschmerzen, Schwindel oder Atemnot ist sofort eine ärztliche Abklärung nötig.

Welche Techniken reduzieren Stress und unterstützen das Herz am effektivsten?

Atemübungen (z. B. Bauchatmung, 4-4-8-Technik), progressive Muskelentspannung und kurze Achtsamkeitsmeditationen senken akut Stress und können langfristig Blutdruck und HRV verbessern. Biofeedback und HRV-Training sind professionelle Optionen mit zusätzlichem Nutzen.

Wie wichtig ist Schlaf für die kardiovaskuläre Gesundheit?

Sehr wichtig. Erwachsene sollten 7–9 Stunden schlafen. Schlafstörungen und Schlafapnoe erhöhen das Risiko für Bluthochdruck, Vorhofflimmern und koronare Erkrankungen. Bei Verdacht auf Schlafapnoe sind Diagnostik im Schlaflabor oder ambulante Atemüberwachung und gegebenenfalls CPAP-Behandlung erforderlich.

Welche Apps und Geräte sind sinnvoll zur Unterstützung von Stressreduktion und Herzgesundheit?

Meditations-Apps wie Headspace, 7Mind oder Calm können helfen, Routinen zu etablieren. HRV- und Schlaf-Tracker (Polar, Garmin, Oura) liefern nützliche Daten zur Selbstbeobachtung, sollten aber nicht medizinische Diagnostik ersetzen. Biofeedback-Geräte wie HeartMath können ergänzend eingesetzt werden. Beim Einsatz immer auf DSGVO-Konformität und wissenschaftliche Fundierung achten.

Welche Risikofaktoren sollte man unbedingt kontrollieren?

Wichtige Risikofaktoren sind Rauchen, Hypertonie, Diabetes Typ 2, erhöhte LDL-Cholesterinwerte, Adipositas, Bewegungsmangel und familiäre Belastung. Regelmäßige Checks von Blutdruck, Blutzucker und Lipidprofil beim Hausarzt sind entscheidend für frühzeitiges Erkennen.

Wann sind Medikamente oder spezialisierte Therapien notwendig?

Wenn Lebensstilmaßnahmen nicht ausreichen oder Laborwerte/klinische Befunde eine medikamentöse Therapie erfordern. Beispiele sind blutdrucksenkende Medikamente, Statine bei hoher LDL-Belastung, orale Antidiabetika oder Antikoagulanzien. Solche Therapien sind nur nach ärztlicher Verordnung und regelmäßiger Kontrolle anzuwenden.

Wie lassen sich Lebensstiländerungen langfristig umsetzen?

Kleine, realistische Schritte sind zentral. SMART-Ziele, Habit-Stacking (neue Gewohnheit an bestehende Routine koppeln), soziale Unterstützung und Tracking mit Apps oder Tagebüchern erhöhen die Erfolgschance. Regelmäßige ärztliche Follow-ups und Anpassungen an Lebensphasen sichern Nachhaltigkeit.

Worauf sollten Verbraucher beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln und Hilfsmitteln achten?

Auf transparente Inhaltsangaben, geprüfte Reinheitstests (z. B. TÜV, IFOS), deklarierte Mengen (etwa EPA/DHA bei Omega-3), Herkunft und Verfallsdatum. Apothekenprodukte und etablierte Marken bieten oft bessere Kontrollstandards. Bei Medikamenteninteraktionen oder speziellen Bedingungen vorher ärztliche oder pharmazeutische Beratung einholen.

Wann ersetzt ein Artikel wie dieser nicht die ärztliche Beratung?

Dieser Artikel liefert evidenzbasierte, praxisnahe Informationen, ersetzt aber keine individuelle ärztliche Beratung. Bei Symptomen wie Brustschmerz, Atemnot, Schwindel, bei bekannter Herzerkrankung oder bei Veränderungen der Medikation ist umgehend ein Arzt zu konsultieren.
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